Die Hagelkarte zeigt zwei amtliche Radarprodukte, bewusst nicht vermischt: als Fläche das Schweizer MESHS (maximal erwartete Korngröße) oder POH (Hagelwahrscheinlichkeit) von MeteoSchweiz, 1 km und 5 Minuten, von April bis September — und als Zellen die Hagelerkennung des DWD aus KONRAD3D mit Hagelfläche und Großhagel-Hinweis. Beide Radarverbünde reichen über die Grenzen; Ostösterreich hat keine offene Hagelquelle, und die Karte sagt das, statt dort eine leere Fläche als „kein Hagel" auszugeben.
Für Winzer, Obstbauern, Autobesitzer und Veranstalter ist Hagel das teuerste Wetter; die Karte zeigt, wo das Radar ihn gerade erkennt. Der Umschalter „Korngröße / Chance" gilt für die Schweizer Fläche; die deutschen Zellen bleiben in beiden Stellungen sichtbar. Ein Klick auf eine Zelle nennt Hagelfläche, Großhagelfläche, Hagel-Obergrenze und Reflektivität.
Grenzen: Radarerkennung, keine Bodenmeldung — das Radar sieht Hagel in der Wolke, nicht das Korn auf dem Feld. Die Karte gilt für jetzt; ab der ersten Vorhersagestunde ist der Layer aus, weil es kein Vorhersageprodukt für Hagel gibt. Kein amtliches Warnprodukt; die Warnungen stehen im Layer „Amtliche Warnungen". Kein erkannter Hagel ist an den allermeisten Tagen der Normalfall.
Hintergrund: Erklärung im Wetterwissen.
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