Die Blitzprognose zeigt, wo das DWD-Modell ICON-D2 in den nächsten zwölf Stunden Blitze für möglich hält: den Lightning Potential Index (lpi_max) als Fläche über Deutschland, Österreich und die Schweiz, stündlich über den Zeit-Schieber. Der Index misst, wie viel Energie ein Gewitteraufwind in Graupel und Eis umsetzen kann — die physikalische Voraussetzung für Blitze. Die Palette ist bewusst violett, damit sie sich von den gemessenen Blitzen (bernstein) und dem Gewitterpotenzial (magenta) unterscheidet.
Der Layer ist die Vorwarnung vor dem ersten Radarecho: Wer am Nachmittag einen Klettersteig, eine Regatta oder einen Kranhub plant, sieht am Vormittag, ob und wann Blitze im Bereich des Möglichen liegen. Die Bänder 1/3/8/15/30 J/kg sind an der Skala des Modells orientiert; unter dem ersten Band bleibt die Fläche transparent.
Grenzen: Prognose ist nicht Messung — die gemessenen Einschläge der letzten Stunde zeigt der Layer „Blitze". Der Index sagt, dass ein Gewitter blitzen könnte, nicht, dass es entsteht; deshalb bündelt der Layer „Gewitterpotenzial" LPI mit CAPE und CIN. Am Modellrand ohne Wert, nur im nahen Vorhersagehorizont, kein amtliches Warnprodukt.
Hintergrund: Erklärung im Wetterwissen.
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