Der Flow-Nowcast schiebt das gemessene Radarbild in die nahe Zukunft: Aus zwei aufeinanderfolgenden RADOLAN-Frames wird das Bewegungsfeld geschätzt (Horn-Schunck) und der Niederschlag intensitätserhaltend entlang dieser Bewegung weitergeführt, etwa 60 Minuten weit. Das ist die einfachste ehrliche Form eines Nowcasts: kein Training, keine Modellannahme, nur die beobachtete Bewegung der letzten fünf Minuten. Verfügbar für Deutschland, wo das RADOLAN-Radar des DWD im Fünf-Minuten-Takt vorliegt.
Der Layer ist vor allem Referenz und Baustein: Die Regenwahrscheinlichkeit („Regen-Chance") und der Regen-Modus der Vorhersage-Sicherheit bauen auf demselben Bewegungsfeld auf, nur mit 15 gestörten Varianten. Wer sehen will, was das reine Verschieben leistet, schaltet diesen Layer neben den amtlichen Nowcast (RADOLAN-RV) — die Differenz ist die Wirkung der Modellphysik.
Grenzen: Verschieben kann kein Wachsen und kein Zerfallen — eine Zelle, die sich auflöst, wandert im Flow-Nowcast unverändert weiter. Deshalb ist der amtliche RADOLAN-RV-Nowcast der Standardlayer für Niederschlag und dieser hier nicht im Dock. Nur Deutschland, nur wenn mindestens zwei Radarframes vorliegen.
Hintergrund: Erklärung im Wetterwissen.
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