Das Rotationspotenzial ist ein Experten-Layer: Es zeigt geglättete Modell-Verdachtsflächen für rotierende Aufwinde aus dem DWD-Modell ICON-D2 — Updraft-Helicity in zwei Schichten (uh_max, uh_max_low) und den Supercell Detection Index (sdi_2), zu einem Score von 0 bis 100 verrechnet, für Deutschland, Österreich und die Schweiz bis zwölf Stunden voraus. Rotierende Gewitter (Superzellen) bringen Großhagel und organisierte Schwergewitter. Die Karte formuliert bewusst zurückhaltend: Verdacht, nicht Ereignis.
Der Layer ist für Wetter-Enthusiasten und Storm-Spotter gedacht, die die Modellsignale kennen. Die Palette ist entsättigt violett, die Aktivierungsschwelle liegt bei Score 20, die Felder werden mit einem 5×5-Mittel geglättet — lieber zu wenig als zu viel Farbe. Die Skala wurde an der gemessenen Verteilung der Modellfelder kalibriert, nicht an Literaturwerten, die für ICON-D2 um Größenordnungen zu hoch lagen.
Grenzen, ohne Abstriche: hohe Fehlalarmrate, rauschige Felder, nur naher Vorhersagehorizont, am Modellrand ohne Wert. Kein amtliches Warnprodukt und kein Warnersatz — maßgeblich sind die Unwetterwarnungen des DWD und von MeteoSchweiz im Layer „Amtliche Warnungen". Wer die Signale einordnen will, findet die Messung dazu in den Layern Blitze, Zellbahnen und Hagel.
Hintergrund: Erklärung im Wetterwissen.
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