Das Gewitterpotenzial fasst drei Modellgrößen zu einem Index von 0 bis 100 zusammen: die verfügbare Energie (CAPE), den Deckel, der die Auslösung hemmt (CIN), und die Blitzbereitschaft (LPI) — aus dem DWD-Modell ICON-D2 für Deutschland, Österreich und die Schweiz, stündlich bis zwölf Stunden voraus. Hohe Energie allein ist noch kein Gewitter; erst wenn der Deckel schwach ist und der Aufwind Eis bilden kann, wird es kritisch. Genau das zeigt die Fläche.
Der Layer ist die Vorwarnung vor dem ersten Radarecho: Am Vormittag lässt sich sehen, welche Region am Nachmittag zündet. Für Klettersteig-Geher, Segler, Veranstalter und Baustellen ist das die Planungsgrundlage; sobald es tatsächlich losgeht, übernehmen Blitzkarte (Messung) und Zellbahnen (Zugrichtung). Die Stufen 8/30/55/78 sind an der Verteilung des Index kalibriert, unter 8 bleibt die Fläche transparent.
Grenzen: Potenzial ist nicht Auslösung — ob ein Gewitter entsteht, hängt an Auslösern (Front, Gebirge, Konvergenz), die das Modell auf 2,2 km nur teilweise auflöst. Am Modellrand bleibt die Fläche ohne Wert, jenseits von zwölf Stunden endet der Layer. Kein amtliches Warnprodukt: Gewitterwarnungen stehen wörtlich im Layer „Amtliche Warnungen".
Hintergrund: Erklärung im Wetterwissen.
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