buscosun für Landwirte, Winzer und Obstbau: Hagel, Bodentrockenheit, Wachstumsgradtage und Frost
buscosun zeigt Landwirten, Winzern und Obstbauern die Hagelprodukte von MeteoSchweiz (Korngröße MESHS, Wahrscheinlichkeit POH) und die Hagelzellen des DWD, die Bodentrockenheit aus ICON-D2 als Index in Oberboden und Wurzelzone, das Regenradar mit Ankunftszeit und aus dem Wetterarchiv Wachstumsgradtage, Hitzewellen, Trockenperioden und die frostfreie Periode je Jahr. Ein Agrar-Modul mit Spritzfenstern oder Ertragsmodellen gibt es nicht.
Was du hier bekommst
Der Hagel-Layer hält zwei Quellen bewusst getrennt: Für die Schweiz die Radarprodukte von MeteoSchweiz — MESHS als maximal erwartete Korngröße in Millimetern (Stufen ab 2 cm Blüten und Lack, 3 cm Karosserie, 4 cm Dach, ab 5 cm Großhagel) und POH als Hagelwahrscheinlichkeit von 0 bis 1 — im 5-Minuten-Takt, 1 km Gitter, in der Saison vom 1. April bis 30. September. Außerhalb sagt die Karte „außerhalb der Hagelsaison", nie „kein Hagel". Für Deutschland zeichnet der Layer die Zellen des DWD-Produkts KONRAD3D mit Hagelkennung, Hagelfläche, Großhagelfläche und Hagel-Echotop. Österreich hat kein offenes Hagelprodukt; die Lücke steht auf der Karte.
Die Bodentrockenheit im Brandradar zeigt den Bodenfeuchte-Index SMI aus ICON-D2 (0 = Welkepunkt, 1 = Feldkapazität) für den Oberboden bis 9 cm und die Wurzelzone bis 81 cm, 2,2 km Gitter, stündlich bis 24 Stunden voraus, dazu den Anteil der Fläche am Welkepunkt. Daneben der Feuerwetter-Treiber „relative Feuchte in 2 m" — ein Treiber, kein Index. Beides sind Modellwerte: Es gibt kein flächendeckendes Bodenfeuchte-Messnetz.
Das Wetterarchiv rechnet aus Stationstageswerten Wachstumsgradtage (Basis 10 °C, kumuliert je Jahr), Heizgradtage (Basis 15 °C), Hitzewellen (mindestens drei Tage mit Tmax ≥ 28 °C), Trockenperioden (mindestens zehn Tage unter 1 mm) und die frostfreie Periode vom letzten Frühjahrs- bis zum ersten Herbstfrost — mit mittlerem Datum und Schwankung des letzten Frosts über die Jahre. Presets für Gärtner, Landwirtschaft und Energie, CSV- und PNG-Export, Ortsvergleich. Regenradar, Blitzkarte, Böen und die wörtlich zitierten amtlichen Warnungen ergänzen den Alltag.
So nutzt du buscosun in der Landwirtschaft
- Bei Gewitterlage die Hagelkarte (CH: MESHS/POH, DE: KONRAD-Zellen) mit den Zellbahnen und der Blitzkarte; Hintergrund MESHS und POH.
- Für Dürre und Beregnung die Bodentrockenheit in Oberboden und Wurzelzone, dazu Trockenperioden im Archiv.
- Im Wetterarchiv den Standort wählen: Wachstumsgradtage, frostfreie Periode und mittleres Datum des letzten Frosts — so werden sie gerechnet.
- Für Heu und Ernte das Regenradar (Ankunftszeit in Minuten) und die Modellvergleich-Vorhersage mit Konfidenz je Tag.
- Für Wind bei Ausbringung die Windkarte und Böenkarte; amtliche Lage wörtlich unter Warnungen.
Was buscosun hier nicht kann
- Kein Agrar-Modul: keine Spritzfenster-Empfehlung, keine Abdrift-Berechnung, keine Ertrags-, Reife- oder Bewässerungsmodelle, keine Schaderreger-Prognose. Windkarte und Böen sind Wetter, keine Anwendungsfreigabe.
- Keine Hagel-Vorhersage: MESHS, POH und KONRAD sind Radar-Nowcasts der laufenden Lage, keine Tage voraus. Das Gewitterpotenzial (ICON-D2) reicht 12 Stunden, sagt aber nichts über Hagel.
- Keine Frostwarnung als Alarm: Der Punktforecast zeigt Tmin, das Archiv die Statistik — Es gibt keine Push-Benachrichtigung: buscosun hat keinen Server, Hinweise erscheinen nur bei geöffneter App. Wer einen Alarm braucht, braucht eine andere Quelle.
- Bodenfeuchte ist ein Modellindex aus ICON-D2, keine Messung; Wasser, Fels und Eis bleiben leer. Ein Feld unter Folie oder mit Beregnung weicht ab.
- Für Österreich gibt es weder ein offenes Hagelprodukt noch amtliche Warnflächen im Layer. buscosun gibt keine amtlichen Warnungen heraus; amtliche Warntexte erscheinen nur als wörtliches Zitat. Maßgeblich bleiben DWD, GeoSphere Austria und MeteoSchweiz.
Datenquellen und Länder
Hagel: MeteoSchweiz (CC BY 4.0) für die Schweiz, DWD KONRAD3D für Deutschland, für Österreich keine Quelle. Bodentrockenheit und relative Feuchte: ICON-D2 des DWD für DE, AT und CH. Archiv-Indizes: Meteostat-Stationstageswerte (DWD-Tageswerte als Standardquelle) und ERA5 (Open-Meteo Archive, bis 1940) für Lücken, modellgefüllte Anteile ausgewiesen. Regenradar: RADOLAN-RV (DE, 2 h), INCA (AT, 3 h), MeteoSchweiz-Radar (CH, Analyse). Blitze: DWD-Blitznetz mit Deutschland-Fokus. Amtliche Warnungen als Flächen nur für DE und CH.
Häufige Fragen
Zeigt buscosun Hagel für Österreich?
Nein. Es gibt kein offenes Hagelprodukt von GeoSphere; die Karte weist die Lücke aus, statt Nachbarwerte zu übertragen.
Wie werden Wachstumsgradtage berechnet?
Als Summe von max(0, Tagesmittel − 10 °C) über das Jahr aus Stationstageswerten; Heizgradtage analog mit Basis 15 °C.
Gibt es ein Spritzfenster?
Nein. buscosun zeigt Wind, Böen, Regen und Feuchte, gibt aber keine Anwendungsempfehlung. Die Freigabe bleibt bei Fachberatung und Vorschrift.
Ist die Bodenfeuchte gemessen?
Nein, sie ist der Modellindex SMI aus ICON-D2 (0 Welkepunkt, 1 Feldkapazität) für 0–9 cm und 0–81 cm. Ein Messnetz gibt es nicht.