Kenntage: Hitzetage, Sommertage, Tropennächte, Frost- und Eistage
Kenntage sind Tage, an denen eine Temperatur eine feste Schwelle über- oder unterschreitet: Sommertag (Höchstwert mindestens 25 °C), Hitzetag (mindestens 30 °C), Tropennacht (Tiefstwert mindestens 20 °C), Frosttag (Tiefstwert unter 0 °C) und Eistag (Höchstwert unter 0 °C). Gezählt pro Jahr machen sie Klimatrends und Jahresvergleiche greifbar.
Die fünf Kenntage und ihre Schwellen
- Sommertag: Tageshöchsttemperatur ≥ 25 °C.
- Hitzetag (früher „heißer Tag"): Tageshöchsttemperatur ≥ 30 °C.
- Tropennacht: Tagestiefsttemperatur ≥ 20 °C — nachts kühlt es nicht mehr unter 20 °C ab.
- Frosttag: Tagestiefsttemperatur < 0 °C.
- Eistag: Tageshöchsttemperatur < 0 °C — es taut den ganzen Tag nicht.
Die Schwellen folgen dem DWD; buscosun verwendet exakt diese Werte. Ein Hitzetag ist immer auch ein Sommertag, ein Eistag immer auch ein Frosttag. Die Zahlen hängen stark von der Lage ab: In Rheinnähe sind 20 Hitzetage im Jahr inzwischen normal, auf 1 000 m Höhe bleiben sie die Ausnahme; Eistage gibt es an der Nordsee selten, im Alpenvorland regelmäßig.
Warum Kenntage den Klimawandel sichtbar machen
Mittelwerte verändern sich um Zehntelgrade, Kenntage um Tage: Steigt das Sommermittel um ein Grad, verdoppelt sich die Zahl der Hitzetage vielerorts. Deshalb sind Hitzetage und Tropennächte die Größen, mit denen Städte, Gesundheitsämter und Landwirte planen — Nachtwärme belastet den Kreislauf, fehlende Frosttage lassen Schädlinge überwintern. Umgekehrt nehmen Frost- und Eistage ab. Wichtig bleibt die Station: Ein Innenstadtstandort zählt mehr Tropennächte als ein Flughafen wenige Kilometer entfernt.
So zeigt es buscosun
Im Wetterarchiv (Historie) zählt die Darstellung „Kenntage" alle fünf Typen pro Jahr aus den Tagesbeobachtungen der nächsten Station und listet die fünf Rekordjahre je Kenntag. Die Schwellen sind einstellbar, damit sich zum Beispiel Tage über 35 °C oder Nächte über 22 °C zählen lassen; der Standard bleibt die DWD-Definition. Zusätzlich erkennt buscosun Hitzewellen als mindestens drei aufeinanderfolgende Tage mit Höchstwerten von 28 °C oder mehr — eine eigene, bewusst niedrige Schwelle für Mitteleuropa, keine amtliche Definition — und weist Beginn, Ende, Dauer und Spitzenwert aus. Fehlende Tage werden je Jahr als Zahl der ausgewerteten Tage angezeigt, damit ein lückenhaftes Jahr nicht als kühles Jahr erscheint. Die Zusammenfassung benennt, ob die letzten Jahre deutlich mehr Kenntage zeigen als die frühen Jahre der Reihe. Ortsseiten wie Frankfurt oder Graz verlinken die Station.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Sommertag und Hitzetag?
Die Schwelle: Ein Sommertag hat einen Höchstwert von mindestens 25 °C, ein Hitzetag von mindestens 30 °C. Jeder Hitzetag ist damit auch ein Sommertag. Der DWD nennt Hitzetage in älteren Publikationen auch „heiße Tage".
Ab wann ist eine Nacht eine Tropennacht?
Wenn die Tagestiefsttemperatur nicht unter 20 °C sinkt. Tropennächte sind gesundheitlich relevanter als Hitzetage, weil sich der Körper nachts nicht erholt; in dicht bebauten Innenstädten treten sie deutlich häufiger auf als im Umland.
Wie definiert buscosun eine Hitzewelle?
Als mindestens drei aufeinanderfolgende Tage mit Höchstwerten von 28 °C oder mehr. Das ist eine eigene Arbeitsdefinition für Mitteleuropa; Wetterdienste nutzen je nach Zweck andere Schwellen, etwa 30 °C über drei Tage oder Perzentil-basierte Kriterien.
Warum zählt meine Station andere Kenntage als die Nachbarstadt?
Weil Kenntage Schwellenwerte sind: Ein Höchstwert von 29,8 °C ist kein Hitzetag, 30,1 °C schon. Lage, Höhe, Versiegelung und Messumgebung verschieben die Temperatur um ein bis zwei Grad — und damit die Zählung um viele Tage.