Wetterhistorie: wie sich das Wetter verändert hat

Wetterhistorie — buscosun

Die Wetterhistorie zeigt, wie sich Temperatur, Niederschlag, Wind und weitere Größen an einem Ort über die Jahre verändert haben. Sie ordnet einen Tag gegen Normal und Rekord ein und macht Trends und Kenntage sichtbar — mit Klimastreifen, Anomaliebalken, Kalender-Heatmap und einem Dutzend weiterer Diagramme, aus Stationsmessungen der nächstgelegenen Station.

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Auf einen Blick

So geht's

  1. Ort und Modus wählen. „Wie war das Wetter?" schlägt einen einzelnen Tag, Monat oder ein Jahr nach — mit Stundenverlauf, Minimum, Maximum und Niederschlag. „Wie hat sich das Wetter verändert?" zeigt Klimastreifen, Abweichungen, Kenntage und Trends.
  2. Zeitraum setzen. Letztes Jahr, zehn Jahre, dreißig Jahre, alles oder ein eigener Bereich; zusätzlich lassen sich einzelne Monate herausfiltern, um etwa nur die Sommer zu vergleichen.
  3. Diagramm wählen. Klimastreifen für den Gesamteindruck, Anomaliebalken für die Abweichung vom Normal, Kalender-Heatmap für einzelne Tage, Box-Plots für die Streuung, Windrose für die Richtungsverteilung.
  4. Normalperiode festlegen. Die Abweichung wird gegen 1961–1990, 1971–2000 oder 1991–2020 gerechnet. Das ist keine Nebensache: Gegen die jüngste Periode fällt jede Erwärmung kleiner aus, weil die Referenz selbst schon wärmer ist.
  5. Kenntage und Indizes ansehen. Neben den fünf Kenntagen berechnet die App Heiz- und Wachstumsgradtage (Basis 15 beziehungsweise 10 °C), Hitzewellen als mindestens drei Tage in Folge ab 28 °C und Trockenperioden als mindestens zehn Tage unter einem Millimeter.
  6. Teilen oder exportieren. PNG mit Titel und Quelle, CSV mit Semikolon und deutschem Dezimalkomma, ein Link, der genau diese Ansicht wiederherstellt, ein iframe-Schnipsel oder ein Druckbericht.

Woher die Daten kommen

Standardquelle sind Stationsmessungen der nächstgelegenen Station über Meteostat — für Deutschland überwiegend DWD-Stationen, mit Tageswerten zurück bis 1931. Die App nennt Name, Entfernung und Höhe der Station, damit klar ist, worauf sich die Reihe bezieht, und kennzeichnet die Quelle als Messung. Lücken werden nicht stillschweigend interpoliert; wo der Anbieter Tage mit Modellwerten gefüllt hat, wird deren Anteil ausgewiesen statt als Messung mitgezählt.

Als Alternative und für Stundenwerte steht die ERA5-Reanalyse über das Open-Meteo-Archiv bereit, zurück bis 1940. Sie ist ausdrücklich als Reanalyse gekennzeichnet: modellierte Daten, die mit Beobachtungen assimiliert wurden — flächendeckend, aber in Berglagen mit lokalen Abweichungen. Der Trend entsteht aus einer linearen Regression über die Jahres-Aggregate und wird je Jahrzehnt angegeben; Rekorde beziehen sich auf den geladenen Zeitraum, nicht auf eine amtliche Klimareihe.

Was das Werkzeug nicht kann

Es ist kein Klimagutachten und keine Vorhersage. Eine Station ist ein Punkt: Liegt sie 20 Kilometer entfernt oder 400 Meter tiefer, beschreibt sie das eigene Tal nur bedingt — die Entfernung steht deshalb dabei. Die Klimastreifen färben gegen den Mittelwert der angezeigten Jahre, nicht gegen eine feste Klimanormale; wer den Zeitraum ändert, ändert auch die Farbskala.

Einzelne Jahre sind Wetter, kein Klima — ein warmer Sommer belegt nichts, ein Trend über Jahrzehnte schon eher. Windrichtungen fehlen in der Standardquelle, weshalb die Windrose dort leer bleibt. Und aus einer Zeitreihe lässt sich keine Zukunft ablesen: Für die kommenden Tage ist die Vorhersage zuständig, für die Einordnung eines laufenden Tages die Wetterkarte.

Häufige Fragen

Worauf basiert die Wetterhistorie?

Standardmäßig auf Tages-Stationsmessungen der nächstgelegenen Station (für Deutschland überwiegend DWD), zurück bis 1931. Alternativ und für Stundenwerte steht die ERA5-Reanalyse über das Open-Meteo-Archiv bereit; sie ist in der App ausdrücklich als Reanalyse gekennzeichnet.

Welche Kenntage rechnet buscosun?

Fünf: Hitzetage mit Höchsttemperatur ab 30 °C, Sommertage ab 25 °C, Tropennächte mit Tiefsttemperatur ab 20 °C, Frosttage unter 0 °C Tiefstwert und Eistage unter 0 °C Höchstwert. Die Schwelle lässt sich für eigene Fragestellungen verändern.

Warum ändert sich die Farbe der Klimastreifen mit dem Zeitraum?

Weil die Streifen gegen den Mittelwert der gerade angezeigten Jahre eingefärbt werden, nicht gegen eine feste Klimanormale. Für Abweichungen gegen eine amtliche Referenzperiode gibt es die Anomalie-Ansicht mit wählbarer Normalperiode.

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