Die Historie zeigt nicht die Lage von heute, sondern den Verlauf: Ereignisse eines Monats oder einer ganzen Saison aus dem eigenen Archiv der Satellitendetektionen, dazu eine Kurve, die die laufende Saison gegen die Jahre seit 2020 stellt. Jedes Ereignis lässt sich öffnen — mit Ort, Zeitraum, Zahl der Detektionen, Strahlungsleistung, dem Flächenhinweis, sofern EFFIS eine Kartierung hat, und der Wetterlage am Brandort aus dem Archiv statt aus der Vorhersage.
Ein Ereignis ist keine Meldung einer Feuerwehr, sondern eine Rechenregel: Detektionen des VIIRS-Sensors werden zusammengefasst, wenn sie näher als zwei Kilometer beieinander liegen und höchstens 48 Stunden auseinander; eine längere Pause beginnt ein neues Ereignis. Die Saison läuft vom 1. März bis zum 31. Oktober. Standorte mit dauerhafter Wärmesignatur — Stahl- und Zementwerke, Raffinerien — werden über die Standortliste herausgehalten, sonst stünde jedes Industriewerk als Dauerbrand in der Liste.
Grenzen: Die Zahlen sind Satellitendetektionen, keine amtliche Brandstatistik, und sie liegen systematisch unter der Wahrheit, weil kleine Brände unter der Auflösung von 375 Metern bleiben und Bewölkung Überflüge blind macht. Ein Ereignis heißt nur dann bestätigt, wenn EFFIS es kartiert oder Copernicus EMS aktiviert wurde — die Quelle steht dann dabei. Die Vergleichskurve über die Jahre nutzt dieselbe Regel für alle Jahrgänge; unterschiedliche Sensorlaufzeiten bleiben ein Vorbehalt.
Hintergrund: Erklärung im Wetterwissen.
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