Die Sicht „Trockenheit" zeigt zwei Treiber der Waldbrandgefahr aus dem DWD-Modell ICON-D2: die Bodenfeuchte als Bodenfeuchteindex (SMI) in zwei Tiefen — Oberboden bis 9 cm für das Zündrisiko, Wurzelzone bis 81 cm für die Dürre — und die relative Luftfeuchte in 2 m als stündliches Feuerwetter, bis 24 Stunden voraus. Ein Readout nennt, wie viel Prozent der Bodenfläche im DACH-Raum am oder unter dem Welkepunkt liegen — eine Zahl aus diesem Modelllauf, nicht aus einer Klimatologie.
Für Landwirte, Forst und Feuerwehr ist die Bodenfeuchte die Größe, die die Gefahr über Wochen aufbaut; die Luftfeuchte entscheidet über den Tag. Die Sicht trennt beides und färbt die Luft-Trockenheit als Treiber, nicht als Index — die kumulativen FWI-Codes (DC, DMC) stehen in der Sicht „Gefahrenindex". Der Tiefenwechsel verwirft den alten Stand sofort: lieber eine leere Karte als die falsche Tiefe.
Grenzen: Modellwerte, keine Messung — ein flächendeckendes Bodenfeuchte-Messnetz gibt es nicht. Wasser, Fels und Eis bleiben leer; außerhalb von DE, AT und CH ist die Fläche abgedunkelt. Die europäischen EDO-Dürreprodukte sind aus technischen Gründen (CORS) nicht eingebunden und werden nicht nachgebildet; kein Warnprodukt.
Hintergrund: Erklärung im Wetterwissen.
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