buscosun für Feuerwehr, THW und Katastrophenschutz: Lagebild, kein Einsatzsystem
buscosun liefert ehrenamtlichen und hauptamtlichen Einsatzkräften ein Wetter- und Brandlagebild: den europäischen Fire Weather Index als Fläche über DACH, Satellitendetektionen von NASA FIRMS mit Ortsfest-Filter, Bodentrockenheit und Luftfeuchte aus ICON-D2, für Deutschland die amtlichen KONRAD3D-Gewitterzellen sowie Böen und die amtlichen Warnungen im Wortlaut. Es ist kein Einsatzsystem: keine Alarmierung, keine Einsatzmeldungen, MoWaS nur verlinkt, Hotspots unbestätigt.
Was du hier bekommst
Das Brandradar zeigt den Fire Weather Index des Copernicus-Dienstes GWIS (ECMWF, 8 km) als durchgehende Fläche über Deutschland, Österreich und die Schweiz bis neun Tage voraus, mit Sub-Ansichten FWI, Perzentil-Einordnung („wie außergewöhnlich ist heute hier"), DC, ISI und FFMC. Zur Einordnung stehen die nationalen Skalen von DWD (fünf Stufen) und BAFU nebeneinander, nie umgerechnet; Österreich hat keine offene amtliche Stufe, und die Karte sagt das. Bodentrockenheit (SMI in 0–9 cm und 0–81 cm) und relative Feuchte in 2 m aus ICON-D2 sind Treiber, keine Indizes.
Aktive Brände kommen aus den Wärmedetektionen von NASA FIRMS (VIIRS, 375 m) über 24 Stunden oder 7 Tage; fällt FIRMS aus, springt GWIS ohne Strahlungsleistung ein und die Karte zeigt „Notbetrieb". Ein Klassifikator markiert ortsfeste Dauerquellen grau — rund 39 Prozent aller DACH-Detektionen liegen auf Stahlwerken, Raffinerien und Fackeln; 462 solcher Standorte sind bekannt. Ein Brand heißt bestätigt nur mit EFFIS-Kartierung, Copernicus-EMS-Aktivierung oder amtlicher Warnung im selben Satz; „plausibel" bei mehreren Überflügen, sonst „unbestätigt" — der Normalfall, kein Versagen. Flächen tragen ihre Art (kartiert, „bis N ha" aus dem Raster, geschätzt mit Intervall), Tendenz und Verschiebung kommen aus dem FRP-Verlauf zwischen Überflügen; Sentinel-2-Bilder vorher/nachher und dNBR-Brandnarben mit 10 m ergänzen das Dossier.
Für Unwetterlagen: die amtlichen KONRAD3D-Zellbahnen des DWD mit Zugbahn, Unsicherheitstrichter und Ankunftszeit (DE, 5 Minuten), Gewitterpotenzial und Blitzprognose (ICON-D2, 12 h), die Böenkarte bis +24 h, das Regenradar mit Zellverfolgung und die amtlichen Warnungen als Flächen, deren Text im Popup wörtlich steht — Überschrift, Beschreibung, Verhaltenshinweis unverändert, nie zusammengefasst oder verschärft.
So nutzt du buscosun im Katastrophenschutz
- Lagebild Waldbrand: Gefahrenindex mit Perzentil-Einordnung, Bodentrockenheit, FWI erklärt und die Warnstufen in DE, AT und CH.
- Detektionen prüfen: Aktive Brände — Punkt ist die Pixelmitte, grau ist ortsfest, so entstehen Fehlalarme aus Industrie; Bestätigung nur mit Quelle.
- Unwetterlage: Zellbahnen mit Ankunftszeit, Böenkarte, Regenradar.
- Amtliche Lage im Wortlaut: Warnungen; die amtlichen Meldewege (NINA/MoWaS, Alertswiss, Landes-Einsatzübersichten) sind im Brandradar verlinkt.
- Rechenregeln: Brandradar: Detektion, Bestätigung und Brandnarben.
Was buscosun hier nicht kann
- Kein Einsatzsystem und keine Alarmierung. buscosun ersetzt weder Leitstelle noch Funk noch Einsatzleitsoftware und ist rechtlich nicht für behördliche oder sicherheitskritische Entscheidungen gebaut.
- MoWaS/NINA werden nur verlinkt, nicht ausgewertet (Lizenz). Auch Alertswiss und die Landes-Einsatzübersichten sind reine Links.
- Hotspots sind unbestätigt, bis EFFIS, Copernicus EMS oder eine amtliche Warnung im selben Satz stehen. Ein Punkt ist eine Satellitenmessung, keine Einsatzmeldung; kleine Bodenfeuer unter der Pixelgröße bleiben unsichtbar — „keine Hotspots" heißt nicht „keine Brände".
- Keine Brandursache (keine Quelle liefert sie), kein Frontverlauf, keine Ausbreitungsprognose; die Verschiebung ist nur die Wanderung des Strahlungsschwerpunkts zwischen Überflügen.
- Amtliche Warnflächen nur für Deutschland und die Schweiz; Zellbahnen und Blitzkarte Deutschland-fokussiert; Österreich ohne offene Waldbrandstufe. buscosun gibt keine amtlichen Warnungen heraus; amtliche Warntexte erscheinen nur als wörtliches Zitat. Maßgeblich bleiben DWD, GeoSphere Austria und MeteoSchweiz.
- Es gibt keine Push-Benachrichtigung: buscosun hat keinen Server, Hinweise erscheinen nur bei geöffneter App. Wer einen Alarm braucht, braucht eine andere Quelle. Kein Konto, keine API, keine Verfügbarkeitszusage.
Datenquellen und Länder
Gefahrenindex: Copernicus GWIS/ECMWF (8 km) für DE, AT, CH. Nationale Skalen: DWD (Deutschland) und BAFU (Schweiz); für Österreich keine offene amtliche Stufe. Detektionen: NASA FIRMS (VIIRS 375 m) mit GWIS-Notbetrieb; Kartierung Copernicus EFFIS; Aktivierungen Copernicus EMS; Satellitenbilder Sentinel-2 und Landsat. Bodentrockenheit und Feuchte: ICON-D2 (DWD). Amtliche Warnungen: DWD (CAP) für Deutschland, MeteoSchweiz über MeteoAlarm für die Schweiz; für Österreich nennt das Panel GeoSphere Austria, und GeoSphere-Warntexte im Brandradar sind Kontext, nie Brandbestätigung. Behördenlinks: NINA/MoWaS (DE), Einsatzübersichten Oberösterreich und Burgenland (AT), Alertswiss (CH).
Häufige Fragen
Kann buscosun mich alarmieren?
Nein. Es gibt keinen Server, keine Push-Nachricht und keine Anbindung an Leitstellen oder MoWaS. buscosun ist ein Lagebild bei geöffneter App.
Ist ein Hotspot ein bestätigter Brand?
Nein. Ein Hotspot ist eine Satellitendetektion. Bestätigt heißt ein Brand nur mit EFFIS-Kartierung, Copernicus-EMS-Aktivierung oder amtlicher Warnung im selben Satz; unbestätigt ist der Normalfall.
Wertet buscosun MoWaS-Warnungen aus?
Nein, sie werden aus Lizenzgründen nur verlinkt. Wetterwarnungen des DWD und von MeteoSchweiz erscheinen als Flächen mit wörtlichem Text.
Warum fehlt für Österreich eine Waldbrandstufe?
Weil es keine offene amtliche Landesstufe gibt. buscosun zeigt den EU-Index auch über Österreich, überträgt aber keine deutsche oder Schweizer Skala.