Waldbrandgefahr in Deutschland, Österreich und der Schweiz

Waldbrandgefahr DACH — buscosun

Die Waldbrand-Ansicht von buscosun zeigt den europäischen Gefahrenindex als durchgehende Fläche über Deutschland, Österreich und die Schweiz — und daneben die amtlichen Landesstufen von DWD und BAFU, jede mit ihrer eigenen Skala. Dazu aktive Brände aus Satellitendaten und die Feuchte der Luft als Feuerwetter-Treiber. Für Österreich gibt es keinen offenen amtlichen Index; das steht auf der Karte, statt kaschiert zu werden.

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Auf einen Blick

Warum die nationalen Stufen nicht vergleichbar sind

„Geringe Gefahr" bedeutet in Deutschland Stufe 2 und in der Schweiz Stufe 1. Dahinter stehen verschiedene Modelle — der DWD rechnet ein eigenes Bestandsmodell aus Streu- und Bodenfeuchte, die Schweiz den kanadischen Fire Weather Index, den die Kantone anschließend anpassen können. Eine Zuordnung nach Beschriftung würde die gesamte Schweizer Skala um eine Stufe verschieben.

buscosun rechnet die Skalen deshalb nicht ineinander um. Sie stehen nebeneinander, jede mit eigener Legende und eigenem Quellenlabel. An der Grenze endet die deutsche Stufe und die Schweizer beginnt — sichtbar und gewollt, während der EU-Index darunter durchläuft.

Warum Österreich anders behandelt wird

Für Österreich gibt es keinen offenen amtlichen Waldbrandindex. GeoSphere Austria führt weder einen entsprechenden Datensatz noch einen Waldbrand-Warntyp; die Risikokarte des Ministeriums und die Waldbrand-Datenbank der BOKU stehen ohne Lizenz und ohne Download bereit. Auf der Karte erscheint für Österreich deshalb nur der EU-Modellwert — und der ist ausdrücklich keine amtliche Stufe. Verbindlich sind die Verordnungen der Bezirkshauptmannschaften, auf die die Ansicht verlinkt.

Was diese Ansicht ausdrücklich nicht ist

Sie ist kein amtliches Warnprodukt. Maßgeblich bleiben der DWD, die Landesforstverwaltungen, die Bezirkshauptmannschaften und die Kantone; jeder Layer sagt das in seinem Steckbrief.

Die Satelliten-Hotspots sind Thermalanomalien, keine Einsatzmeldungen: Kleine Bodenfeuer unterhalb der Pixelgröße bleiben unsichtbar, Überflüge sind lückenhaft, und Erntefeuer erscheinen wie Waldbrände. Der Feuerwetter-Treiber ist ein Treiber, kein Index — die kumulativen Codes des Fire Weather Index brauchen Wochen an Vorgeschichte und lassen sich in einer reinen Browser-Anwendung nicht berechnen; sie kommen fertig aus dem europäischen Modell.

Häufige Fragen

Ist die Waldbrandgefahr auf buscosun eine amtliche Warnung?

Nein. Die Ansicht gibt amtliche Stufen wieder und ergänzt sie um Modell- und Satellitendaten, ist selbst aber kein Warnprodukt. Verbindlich sind DWD, Landesforstverwaltungen, Bezirkshauptmannschaften und Kantone.

Warum sehe ich für Österreich keine amtliche Stufe?

Weil es keine offen verfügbare gibt. GeoSphere Austria veröffentlicht keinen Waldbrandindex, und die vorhandenen Karten stehen ohne Lizenz und ohne Download bereit. Gezeigt wird dort nur der europäische Modellwert.

Lassen sich die deutsche und die Schweizer Stufe vergleichen?

Nicht direkt. „Geringe Gefahr" ist in Deutschland Stufe 2 und in der Schweiz Stufe 1, und die Modelle dahinter sind verschieden. buscosun zeigt beide Skalen getrennt, statt sie umzurechnen.

Woher kommen die Daten?

Der EU-Index vom Copernicus Global Wildfire Information System (ECMWF-FWI), die deutschen Stationswerte vom Deutschen Wetterdienst, die Schweizer Warnregionen vom BAFU, die Brandpunkte aus VIIRS-Satellitendaten und der Feuerwetter-Treiber aus ICON-D2. Alle Quellen sind offen und ohne Schlüssel nutzbar.

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