buscosun für Skitour, Piste, Langlauf und Winterdienst: Neuschnee, Schneefallgrenze, Tal und Grat
buscosun zeigt Wintersportlern die Schneedecke und den Neuschnee aus ICON-D2 als Fläche, die Schneefallgrenze als Linie im Gelände, im Regenradar die Niederschlagsart aus Geländehöhe und Schneefallgrenze mit getrenntem Tal- und Gratwert und die höhenkorrigierte Temperatur je Bildpunkt. Für die Lawinenlage verlinkt es ab 1 000 m den amtlichen Lagebericht. Pistenstatus, Liftbetrieb und gemessene Schneehöhen der Skigebiete gibt es nicht.
Was du hier bekommst
Die Schneekarte zeigt die Schneemenge aus ICON-D2 (DWD, 2,2 km) in zwei Modi: „Schneedecke" ist die aktuelle Schneehöhe des Modells (Feld h_snow, in cm), „Neuschnee" die seit Laufbeginn akkumulierte Schneefallsumme (snow_gsp plus snow_con), aus dem Wasseräquivalent mit der Modell-Schneedichte in Zentimeter umgerechnet — die Summe wächst mit dem Horizont, Stunde 0 ist strukturell null. Beides sind Modellwerte, keine Messung an einer Station.
Die Schneefallgrenze ist eine Linie im Gelände: Aus dem je Bildpunkt höhenkorrigierten Temperaturfeld (Lapse-Rate 6,5 K/km gegen das 30-m-Geländemodell) wird die Null-Linie von T_korr − T50 gezogen, wobei T50 ein physikalischer Anker um +1 °C plus eine gelernte Ortskorrektur ist. Im Regenradar leitet buscosun die Niederschlagsart (Regen, Schnee, Graupel, Hagel) aus Geländehöhe gegen die regionale Schneefallgrenze mit weichem Übergangsband ab — ausdrücklich eine Heuristik, denn Radar misst Reflektivität, keine Phase — und trennt im Alpenraum Tal und Grat: Der Gratwert ist eine Hochrechnung über die Lapse-Rate und so gekennzeichnet. Der Layer „Radarsicht" zeigt, wo Gebirge das Radar abschattet.
Die Temperaturkarte zeigt die Kälte am Grat statt der Modellglättung, die Böenkarte die Verfrachtung bis +24 h, der Vertikalschnitt Inversion und Sonne über dem Nebel. Ab 1 000 m Ortshöhe verlinkt der Punktforecast den amtlichen Lawinenlagebericht (SLF, lawinen.report, Lawinenwarndienst Bayern, EAWS). Das Wetterarchiv nennt Frost- und Eistage je Jahr.
So nutzt du buscosun im Wintersport
- Öffne die Schneekarte, wähle Schneedecke oder Neuschnee und fahre den Zeit-Schieber durch die nächsten Stunden.
- Lege die Schneefallgrenze darüber und prüfe die Temperaturkarte am Grat — so entsteht die Linie.
- Vor der Abfahrt ins Tal das Regenradar: Regen oder Schnee, Tal und Grat getrennt, plus was die drei Landesradare unterscheiden.
- Für Skitouren im Punktforecast der Karte den Lawinen-Link (ab 1 000 m) öffnen und die Böenkarte für Verfrachtung prüfen; Tourdatei in die Tourenplanung laden (Bewegungsart Bergwandern).
- Nebelmeer oder Sonne oben? Vertikalschnitt mit Inversion — Hintergrund Temperaturinversion.
Was buscosun hier nicht kann
- Kein Lawinenlagebericht: buscosun modelliert keine Lawinengefahr und verlinkt ab 1 000 m die amtliche Quelle; die Bulletins sind saisonal.
- Keine Pisten-, Lift- oder Loipendaten, keine gemessenen Schneehöhen der Skigebiete, keine Schneequalität — Schneedecke und Neuschnee sind ICON-D2-Modellwerte.
- Keine eigene Bewegungsart für Skitour oder Langlauf in der Tourenplanung (die acht Arten reichen von Wandern bis E-Bike); Bergwandern ist die nächstliegende Näherung, ohne Aufstiegs-Fell-Faktor.
- Die Niederschlagsart im Radar ist eine Ableitung aus Höhe und Schneefallgrenze, keine Messung der Phase; Graupel und Hagel sind Heuristiken.
- Kein Glätte- oder Streumodell für den Winterdienst; Schneefallgrenze im Tourenergebnis nur für AT und CH, amtliche Warnungen nur für DE. buscosun gibt keine amtlichen Warnungen heraus; amtliche Warntexte erscheinen nur als wörtliches Zitat. Maßgeblich bleiben DWD, GeoSphere Austria und MeteoSchweiz.
- Es gibt keine Push-Benachrichtigung: buscosun hat keinen Server, Hinweise erscheinen nur bei geöffneter App. Wer einen Alarm braucht, braucht eine andere Quelle.
Datenquellen und Länder
Schneekarte, Schneefallgrenze und Temperatur rechnen für DE, AT und CH auf ICON-D2 (DWD, 2,2 km) mit dem Terrarium-Geländemodell (rund 30 m). Das Regenradar nutzt RADOLAN-RV in Deutschland (25 Frames im 5-Minuten-Takt bis 2 h), INCA in Österreich (12 Frames im 15-Minuten-Takt bis 3 h) und das MeteoSchweiz-Radar als Analyse; die Schweiz liefert keine Nowcast-Frames. Lawinen: SLF (CH), lawinen.report (AT), Lawinenwarndienst Bayern (DE), dazu EAWS. Der Punktforecast nutzt für AT/CH zusätzlich AROME für die Schneefallgrenze. Amtliche Warnflächen gibt es für DE und CH.
Häufige Fragen
Ist die Schneehöhe gemessen?
Nein. Die Schneekarte zeigt Modellwerte aus ICON-D2 (Schneedecke h_snow, Neuschnee aus snow_gsp und snow_con). Stationsmessungen der Skigebiete gibt es nicht.
Zeigt buscosun die Lawinenwarnstufe?
Nein, sie wird nicht modelliert. Ab 1 000 m Ortshöhe verlinkt der Punktforecast SLF, lawinen.report oder den Lawinenwarndienst Bayern sowie EAWS.
Woher weiß das Regenradar, ob Schnee fällt?
Aus der Geländehöhe gegen eine regionale Schneefallgrenze mit Übergangsband — eine Ableitung, keine Radarmessung der Phase. Tal und Grat werden getrennt ausgewiesen.
Gibt es eine Bewegungsart Skitour?
Nein. Die Tourenplanung kennt acht Arten von Wandern bis E-Bike; für Skitouren ist Bergwandern die Näherung, ohne eigenen Aufstiegsfaktor.