buscosun für Wanderer, Hochtourengeher und Klettersteig-Geher: Wetter zur Ankunftszeit am Grat
buscosun rechnet für Bergtouren aus einer GPX-Datei die Ankunftszeit je Trackpunkt nach DIN 33466/SAC und holt für jeden Abschnitt das Wetter zu genau dieser Zeit — höhenkorrigiert über ein 30-m-Geländemodell, mit Wind, Regen, gefühlter Temperatur und Schneefallgrenze. Gewitterpotenzial, Blitzprognose und amtliche Zellbahnen ergänzen das Bild. Für die Lawinenlage verlinkt buscosun den amtlichen Lagebericht, statt einen eigenen zu erfinden.
Was du hier bekommst
Die Tourenplanung liest GPX, TCX, FIT, KML oder KMZ (bis 25 MB, 100 000 Punkte), prüft mitgelieferte Höhen gegen das Terrarium-Geländemodell und rechnet mit der Bewegungsart Wandern (350 Hm/h auf, 500 ab; größere Teilzeit voll, kleinere halb) oder Bergwandern T3 (300/400 Hm/h, Steilstufen-Aufschlag über 25 %) die Ankunftszeit je Punkt. Die Trackpunkte werden räumlich (6, 10 oder 14 km je Gelände) und in Höhenbändern von 300 m gebündelt — ohne diese Bänderung lagen Talwerte im Test bis zu 4 °C zu kalt. Je Bündel läuft dieselbe Punktvorhersage wie auf der Karte; im Radarhorizont überschreibt das gemessene Radar den Modellregen.
Die 3D-Bühne zeigt die Wetterwand 300 m über Grund entlang der Strecke: Windbänder, Regen, Wolkenbasis als LCL-Näherung, Schneefallgrenze und Warnzone. Grenzwerte für Böen (10–120 km/h, Start 40), Wind (10–100), Regen (0,5–20 mm/h), gefühlte Temperatur (−25 bis 20 °C) und Warnstufe (nur DE) ergeben je Streckenpunkt einen von vier Zuständen — go, knapp, unklar, no-go —, und der Zeitkorridor rechnet eine Startempfehlung im 15-Minuten-Raster ±2 h. Eine Sichtweite gibt es bewusst nicht: Aus Bewölkung geschätzt wäre sie eine erfundene Zahl an der Stelle, an der du entscheidest.
Auf der Wetterkarte ist die Temperatur je Bildpunkt höhenkorrigiert (Lapse-Rate 6,5 K/km gegen das Geländemodell), die Schneefallgrenze erscheint als Linie im Gelände (Null-Linie von T_korr − T50, T50 ≈ +1 °C plus gelernter Ortskorrektur), und für die Gewitterfrage am Klettersteig stehen Gewitterpotenzial (CAPE × CIN × LPI, 0–12 h), Blitzprognose und für Deutschland die amtlichen KONRAD3D-Zellbahnen mit Unsicherheitstrichter bereit. Ab 1 000 m Ortshöhe zeigt der Punktforecast den Link zum amtlichen Lawinenlagebericht (SLF, lawinen.report, Lawinenwarndienst Bayern, dazu EAWS).
So nutzt du buscosun im Bergsport
- Lade deine Tour in der Tourenplanung hoch, wähle Wandern oder Bergwandern (T3) und die Startzeit — das Wetter je Kilometer gilt zur Ankunftszeit.
- Wechsle ins Gelände (3D-Ansicht) und setze deine Grenzwerte; der Zeitkorridor nennt die beste Startzeit ±2 h.
- Prüfe die Lage am Grat auf der Temperaturkarte und der Schneefallgrenze, im Sommer das Gewitterpotenzial und die Zellbahnen.
- Bei Nebel im Tal: Vertikalschnitt mit Inversionshöhe und Nebelobergrenze — so liest du sie.
- Im Winter: Lawinen-Link im Punktforecast der Karte (ab 1 000 m) und die Schneekarte; Rechenweg in Tourenplanung: Zeitmodell.
Was buscosun hier nicht kann
- Kein Lawinenlagebericht: buscosun modelliert keine Lawinengefahr, sondern verlinkt ab 1 000 m die amtliche Quelle. Die Bulletins sind saisonal; im Sommer gibt es keines.
- Keine Sichtweite, keine Hütten-, Lift- oder Wegzustandsdaten, kein Wegtyp-Faktor (der OSM-Faktor ist vorbereitet, aber 1,0).
- Die Wetterpunkte liegen 6 bis 14 km auseinander, nicht 2 km; die App nennt den echten Radius. Zwischen den Punkten wird interpoliert.
- Blitzkarte und Zellbahnen sind Deutschland-fokussiert (DWD-Blitznetz, KONRAD3D); amtliche Warnungen erscheinen im Ergebnis nur für Deutschland, die Schneefallgrenze nur für AT und CH.
- Kein Bergführer-Briefing, keine Bergrettungs-Funktion. buscosun gibt keine amtlichen Warnungen heraus; amtliche Warntexte erscheinen nur als wörtliches Zitat. Maßgeblich bleiben DWD, GeoSphere Austria und MeteoSchweiz.
- Es gibt keine Push-Benachrichtigung: buscosun hat keinen Server, Hinweise erscheinen nur bei geöffneter App. Wer einen Alarm braucht, braucht eine andere Quelle.
Datenquellen und Länder
Die Temperaturkarte und die Schneefallgrenze rechnen für DE, AT und CH auf ICON-D2 (DWD, 2,2 km) mit dem Terrarium-Geländemodell (rund 30 m). Der Punktforecast mischt je Land die nächsten Messstationen (DWD, TAWES, SMN), MOSMIX und für AT/CH das GeoSphere-Modell AROME; das Radar überschreibt den Modellregen im Radarhorizont — DE bis 2 h (RADOLAN-RV), AT bis 3 h (INCA), CH nur die Analyse. Für Rasterkarten reicht der Horizont in AT und CH etwa 1–2 Tage, darüber hinaus nur der Punkt-Mix. Lawinen: SLF für die Schweiz, lawinen.report für Österreich, Lawinenwarndienst Bayern für die deutschen Alpen.
Häufige Fragen
Wie berechnet buscosun die Gehzeit?
Nach DIN 33466/SAC: horizontale und vertikale Teilzeit, die größere voll, die kleinere halb. Wandern rechnet 350 Hm/h auf und 500 ab, Bergwandern T3 300/400 mit Steilstufen-Aufschlag über 25 %.
Zeigt buscosun die Lawinengefahr?
Nein. Ab 1 000 m Ortshöhe verlinkt der Punktforecast den amtlichen Lagebericht (SLF, lawinen.report, Lawinenwarndienst Bayern, EAWS). Eine eigene Lawinenstufe gibt es bewusst nicht.
Warum gibt es keine Sichtweite in der 3D-Ansicht?
Weil keine Quelle der Punkt-Kette eine Sichtweite führt. Aus Bewölkung geschätzt wäre sie eine erfundene Zahl; die Ansicht sagt, warum der Grenzwert fehlt.
Gilt die Gewitterwarnung auch in Österreich und der Schweiz?
Das Gewitterpotenzial (ICON-D2) deckt DACH ab. Blitzkarte und KONRAD-Zellbahnen sind Deutschland-fokussiert; amtliche Warnflächen gibt es für DE und CH, für AT nennt das Panel GeoSphere Austria.