Eine Temperaturinversion ist die Umkehr des normalen Temperaturverlaufs: Statt mit der Höhe abzunehmen, steigt die Temperatur in einer Schicht an. Unter der Inversion sammeln sich Kaltluft, Nebel und Schadstoffe; darüber ist es oft sonnig und mild. Inversionen entstehen typisch in klaren, windschwachen Winternächten und in Hochdrucklagen.
Normalerweise nimmt die Lufttemperatur in der unteren Atmosphäre mit der Höhe ab — im Mittel um etwa 0,65 °C je 100 m. Bei einer Inversion kehrt sich das um: Eine wärmere Schicht liegt wie ein Deckel über kälterer Luft. Dieser Deckel unterdrückt die vertikale Durchmischung, sodass sich darunter Feuchte und Schadstoffe anreichern.
Unter der Inversion bleibt es trüb, feucht und kalt, während Gipfel und Hänge oberhalb der Sperrschicht in der Sonne liegen. In Ballungsräumen reichert sich unter der Inversion auch Feinstaub an. Wer der Tristesse entkommen will, muss über die Inversionsobergrenze steigen — im DACH-Winter oft zwischen 600 und 1200 m. Sehr dünne Inversionen unter etwa 200 m Mächtigkeit sind in Vorhersagemodellen nur grob aufgelöst und entsprechend unsicher.
Eine Schicht, in der die Temperatur mit der Höhe ausnahmsweise zunimmt statt abnimmt. Sie wirkt als Deckel, der Kaltluft, Nebel und Schadstoffe darunter einsperrt.
Vor allem in klaren, windschwachen Nächten (Strahlungsinversion) und in winterlichen Hochdrucklagen mit großräumigem Absinken (Subsidenzinversion).
Weil die wärmere Inversionsschicht über dem Hochnebel liegt. Steigt man über die Inversionsobergrenze, lässt man Kaltluft und Nebel hinter sich und erreicht die sonnige Warmluft darüber.