Für Astrofotografie und Beobachtung zählt die Nacht, nicht der Tag. Der Anlass Sterne bewertet deshalb die Kernnacht von 22 bis 4 Uhr statt des Tagesfensters: Bewölkung mit vollem Gewicht, Niederschlag mit 0,9, Wind mit 0,2, die Temperatur zwischen 0 und 30 Grad praktisch ohne Einfluss. Dazu kommen Mondphase und Mondhöhe, die astronomische Dunkelheit, das Tau-Risiko für die Optik und eine Einordnung der Lichtverschmutzung am Ort.
Die Nachtbewertung deckt 21 bis 6 Uhr ab und trennt die Wolkenstockwerke, weil hohe Schleierbewölkung anders stört als eine geschlossene tiefe Decke. Das Tau-Risiko kommt aus dem Taupunkt nach der Magnus-Formel, die Mondbahn aus dem Verfahren nach Schlyter. Die Lichtverschmutzung ist ausdrücklich eine Offline-Schätzung aus der Nähe zu Städten, auf die Bortle-Skala von 1 bis 9 abgebildet — kein Satelliten-Atlas und keine Messung des Himmelshintergrunds.
Was diese Ansicht nicht kann: Sie sagt keine Sichtbarkeit der Milchstraße vorher, keine Meteorströme, keine Polarlichter und keine Durchsicht in Bogensekunden. Sie beantwortet die Frage, in welcher der nächsten Nächte Wolken, Mond und Feuchte am wenigsten im Weg stehen, und liefert die Zeiten, ab denen es astronomisch wirklich dunkel ist. Für den Beobachtungsplan selbst bleiben Ephemeriden und Sternkarten zuständig.
Hintergrund: Erklärung im Wetterwissen.
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