Für Fotografie ist ein wolkenloser Tag selten der beste. Der Anlass Fotografie gewichtet deshalb die Bewölkung mit dem vollen Faktor 1,0 und bevorzugt ausdrücklich weiches, strukturiertes Licht statt blanken Himmels; Regen zählt mit 0,7, Wind mit 0,25, die Temperatur zwischen 2 und 28 Grad fast gar nicht. Dazu kommen die Lichtzeiten: goldene und blaue Stunde, berechnet aus dem Sonnenstand, für jedes Datum gültig — auch für einen Termin in drei Monaten.
Die Lichtfenster sind reine Astronomie nach dem Verfahren der NOAA und auf etwa eine Minute genau: blaue Stunde bei Sonnenhöhe zwischen minus sechs und minus vier Grad, goldene Stunde zwischen minus vier und plus sechs Grad, Auf- und Untergang bei minus 0,833 Grad. Die Wetterbewertung darüber — Lichtqualität weich, hart oder dramatisch, Nebelchance, Chance auf Abendrot — ist dagegen eine Wahrscheinlichkeit aus Bedeckung und Schichtung und gilt nur im Vorhersagehorizont von sieben Tagen.
Am Gelände wird es konkreter: Wer eine Fläche aufzieht, bekommt die Stunde genannt, in der die Sonne hinter dem Grat verschwindet — der Horizont stammt aus dem Höhenmodell im Umkreis von 30 Kilometern, ein Grat unter einem Grad Höhe gilt als normaler Sonnenuntergang. Grenzen: Das Modell kennt weder Gebäude noch Bäume, die Nebelchance ist eine Schätzung und keine Nebelvorhersage, und ob eine Wolke am Abend wirklich Farbe annimmt, sagt keine Rechnung sicher voraus.
Hintergrund: Erklärung im Wetterwissen.
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