Modellvergleich: Vorhersagen ehrlich gegenübergestellt

Modellvergleich — buscosun

Der Modellvergleich stellt fünf unabhängige Wettermodelle — ICON (DWD), ECMWF, GFS (NOAA), GEM (Kanada) und Météo-France — nebeneinander und zeigt den Unsicherheits-Spread sowie einen Trefferquoten-Rückblick. Statt einer Scheingenauigkeit macht er sichtbar, wie verlässlich die Vorhersage gerade ist — eng beieinander heißt sicher, weit auseinander heißt Vorsicht.

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Auf einen Blick

So geht's

  1. Ort wählen. Für ihn werden die fünf Modelle sowie die Läufe der letzten Tage geladen.
  2. Auf das Band achten, nicht auf die Linie. Die durchgezogene Linie ist der Konsens, das Band darum der Spread. Ein schmales Band heißt: Die Wetterlage ist gut bestimmt. Ein breites Band heißt: Entscheidung besser offenhalten.
  3. Metrik umschalten. Temperatur, Niederschlag, Wind und Wolkendichte werden getrennt bewertet. Als hohe Einigkeit gelten bis 1,2 °C Streuung bei der Temperatur, bis 5 km/h beim Wind und bis 10 Prozentpunkte bei der Bewölkung; darüber steht „überwiegende Einigkeit", darüber hinaus „Vorhersagen uneinig".
  4. Konfidenz und Stabilität lesen. Der Konfidenz-Score entsteht aus der Streuung und der Vorlaufzeit. Die Stabilität vergleicht die letzten Läufe: Erst ab drei vorliegenden Läufen wird geurteilt, und nur echtes Hin und Her ab 2 °C zählt als wechselhaft — ein durchgehender Trend nicht.
  5. Rückblick prüfen. Der Trefferquoten-Panel zeigt für Temperatur, Niederschlag und Wind, wie nah die Vorhersagen mit einem und drei Tagen Vorlauf zuletzt lagen — als mittlere Abweichung beziehungsweise als Ja/Nein-Trefferquote.

Woran gemessen wird

Der Rückblick misst gegen das eingetretene Wetter — genauer gegen den Konsens der Modell-Analysen je Stunde. Das ist eine faire, quellenunabhängige Referenz für den Vergleich der Quellen untereinander, fällt aber milder aus als ein Abgleich mit Stationsmessungen. buscosun sagt das im Panel ausdrücklich: Die Reihung der Quellen ist belastbar, die absoluten Werte sind eine Untergrenze der tatsächlichen Abweichung. Solange weniger als fünf Tage Datenbasis vorliegen, wird die Reihung als noch unsicher gekennzeichnet.

Auch „Regen" ist definiert statt vorausgesetzt: Ein Tag zählt ab einer Tagessumme von 1 mm als nass, eine Stunde ab 0,2 mm — überall in der App gleich. Die Regenwahrscheinlichkeit auf dieser Seite ist entsprechend die Modell-Einigkeit, also der Anteil der Modelle mit nennenswertem Niederschlag. Eine Fläche dazu zeigt der Layer Vorhersage-Sicherheit; die Kalibrierung des Regen-Nowcasts rechnet Validierung live nach. Hintergrund: Methodik: Konfidenz und Trefferquote sowie Modellvergleich & Unsicherheit.

Was das Werkzeug nicht kann

Fünf Modelle sind kein Ensemble. Sie teilen ähnliche Beobachtungsdaten und können sich gemeinsam irren; Einigkeit ist deshalb ein Indiz, kein Beweis. Der Vergleich sagt auch nicht, welches Modell „das beste" ist — die Rangfolge wechselt mit Wetterlage, Ort und Variable, und über 30 Tage ist sie eine Momentaufnahme, keine Bestenliste.

Die Modelle kommen hier als globale beziehungsweise regionale Läufe ohne die Höhenkorrektur der Karte; in Bergregionen sind sie deshalb gröber als die Temperaturkarte. Der Rückblick nutzt Analysen statt Messungen als Referenz, die Live-Validierung deckt nur den Regen-Nowcast in Deutschland ab. Alle Aussagen bleiben Wahrscheinlichkeiten — und buscosun gibt keine amtlichen Warnungen heraus; maßgeblich bleiben DWD, GeoSphere Austria und MeteoSchweiz.

Häufige Fragen

Welche Modelle vergleicht buscosun?

Fünf unabhängige globale beziehungsweise regionale Modelle mit DACH-Abdeckung: ICON vom DWD, ECMWF, GFS von der NOAA, GEM aus Kanada und Météo-France. Dazu kommen die Läufe der letzten Tage als Vergleich gegen die eigene Vorgeschichte.

Was bringt ein Modellvergleich?

Er zeigt die Streuung mehrerer Wettermodelle als Maß für die Vorhersageunsicherheit, statt eine einzelne Zahl als sicher auszugeben. Eng beieinander liegende Modelle sprechen für eine gut bestimmte Wetterlage, weit auseinanderlaufende für Vorsicht.

Bedeutet eine stabile Vorhersage, dass sie eintrifft?

Nein. Stabilität heißt nur, dass sich die Vorhersage von Lauf zu Lauf kaum verändert hat; alle Läufe können denselben Fehler wiederholen. Deshalb steht neben der Stabilität immer auch der Trefferquoten-Rückblick der letzten Wochen.

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