Wie buscosun sagt, wie sicher eine Vorhersage ist — und es nachprüft

buscosun weist Unsicherheit an vier Stellen aus: als Konfidenz-Score je Tag aus der Streuung von fünf Wettermodellen und der Vorlaufzeit, als Stabilität gegenüber den Vorläufen, als Trefferquote der eigenen Vorhersage über die letzten 30 Tage und als Live-Validierung des Regen-Nowcasts gegen das später beobachtete Radar mit Brier Score, Reliability und Skill. Stabil heißt dabei ausdrücklich nicht automatisch richtig.

Stand: 2026-09-05 · Alle Zahlen stammen aus dem Quellcode von buscosun (Konstanten und Schwellen), nicht aus Marketingtexten.

Modellvergleich und Konfidenz-Score

Die Vorhersage-Seite holt fünf Modelle über die Open-Meteo-Schnittstelle (ICON/DWD, ECMWF IFS, GFS, GEM, Météo-France) sowie das ICON-Ensemble mit bis zu 40 Mitgliedern und die Vorläufe der letzten drei Tage. Der Konfidenz-Score je Tag entsteht aus der Streuung der Modelle und der Vorlaufzeit und wird als hoch, mittel oder niedrig gezeigt. Ein Leave-one-out-Vergleich markiert Ausreißer-Modelle mit ⚠. Regenwahrscheinlichkeit ist hier die Modell-Einigkeit: der Anteil der Modelle mit mindestens 0,5 mm am Tag.

Stabilität seit gestern

Aus den Vorläufen („vor 3 Tagen", „vorgestern", „gestern") ergibt sich, ob die Vorhersage stabil oder wechselhaft ist. Ein durchgehender Trend zählt nicht als wechselhaft — nur echtes Hin und Her. Die Seite sagt ausdrücklich: Stabil heißt nicht automatisch richtig.

Trefferquote der letzten 30 Tage

Für Temperatur, Niederschlag und Wind vergleicht buscosun die Vorhersagen mit Vorlauf 1 und 3 Tage gegen den Konsens der Modell-Analysen je Stunde — als mittleren absoluten Fehler für Temperatur und Wind, als Ja/Nein-Trefferquote für Regen. Eine Mindest-Datenbasis schützt vor Zufallsaussagen; das Ergebnis bekommt ein Laien-Label und fließt als Faktor in die Konfidenz ein. Ehrlich benannt: Die „Wahrheit" ist hier ein Analysen-Konsens, keine Stationsmessung.

Die Validierungsseite

Die Seite /validierung rechnet beim Aufruf ein echtes Hindcast: Aus den ältesten beobachteten RADOLAN-Analysen wird das Bewegungsfeld geschätzt, 15 gestörte Varianten laufen vorwärts, und das Ergebnis wird gegen die später tatsächlich beobachtete Analyse verifiziert. Ausgewiesen werden Brier Skill Score (gegen Klimatologie), Expected Calibration Error (unter 0,05 gut, unter 0,1 brauchbar), Brier Score gegen die Basisrate, Critical Success Index und ein Reliability-Diagramm je Vorlaufminute. Die Werte schwanken mit der Wetterlage — das ist kein Fehler, sondern der Punkt.

Unsicherheit als Fläche

Der Layer „Sicherheit" auf der Wetterkarte zeigt, wo die Vorhersage unsicher ist: bei aktivem Niederschlag den echten Spread des 15-Member-Flow-Ensembles (Deutschland), sonst die Abweichung von der 30-jährigen DWD-Stationsklimatologie multipliziert mit der Übereinstimmung zweier aufeinanderfolgender ICON-D2-Läufe.

Grenzen

Häufige Fragen

Was heißt „Konfidenz hoch"?

Die Modelle streuen wenig und der Vorlauf ist kurz. Es ist ein Maß für Einigkeit, kein Versprechen.

Wie berechnet buscosun die Trefferquote?

Vorhersagen mit 1 und 3 Tagen Vorlauf über die letzten 30 Tage gegen den Konsens der Modell-Analysen — MAE für Temperatur und Wind, Ja/Nein-Treffer für Regen.

Was ist der Brier Score?

Der mittlere quadratische Fehler einer Wahrscheinlichkeitsvorhersage; 0 wäre perfekt. Der Skill Score vergleicht ihn mit der Klimatologie.

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