So liest du den Gletscher-Monitor für DE, AT und CH
Der Gletscher-Monitor von buscosun führt rund 2 200 Gletscher in Deutschland, Österreich und der Schweiz an einem Ort: Inventarflächen mit Bezugsjahr, Längen- und Massenreihen der Messnetze, Satellitenszenen von Sentinel-2 und einen Schmelzindex aus Wettermodellen. Jede Zahl trägt ihre Herkunft, also gemessen, Satellit, Modell oder amtlich. Er ist kein amtliches Produkt und sagt nichts darüber, ob ein Gletscher begehbar ist.
Gletscher-Monitor DACH in buscosun öffnen →Auf einen Blick
- Rund 2 200 Gletscher aus den Inventaren AGI 5, GI4, dem Schweizer Inventar über GLIMS und RGI 6.2
- Längen- und Massenreihen aus dem WGMS, in Österreich auch aus dem Alpenverein-Messdienst
- Satellitenszenen von Sentinel-2, je Szene mit Datum und Klaranteil
- Schmelzindex von 0 bis 100 aus Modelldaten, ausdrücklich ohne Einheit
- Herkunftszeichen an jeder Zahl und Bezugsjahr an jeder Fläche
So geht's
- Lage ansehen. Die Karte zeigt die Gletscher im DACH-Raum, die Rangliste nennt, wo der Schmelzindex gerade hoch ist.
- Gletscher öffnen. Der Steckbrief, etwa zum Großen Aletschgletscher oder zur Pasterze, gliedert sich in Heute, Saison, Langzeit, Tour und Quellen.
- Zeiten vergleichen. Frühere Umrisse und der Vergleichsregler zeigen, wie sich die Fläche verändert hat, wo es Daten dafür gibt.
- Herkunft prüfen. Das Zeichen an jeder Zahl sagt, ob sie gemessen, aus dem Satellitenbild, aus einem Modell oder aus einem amtlichen Bericht stammt.
Datenquellen und Aktualisierung
- Inventare: Österreich AGI 5 und GI4 (PANGAEA), Schweiz über die GLIMS Glacier Database, Deutschland über RGI 6.2 und Inventardaten. Sie ändern sich selten, das Bezugsjahr steht an jeder Fläche.
- Reihen: Längen und Massenbilanzen aus dem Fluctuations-of-Glaciers-Datensatz des WGMS. Für die Schweiz sind die Reihen dadurch kürzer als bei GLAMOS selbst.
- Satellit: Sentinel-2, zweimal täglich auf neue Szenen geprüft. Bewölkte Szenen werden verworfen.
- Schmelzindex: alle drei Stunden aus Wettermodellen neu berechnet.
Die Regeln und die gemessenen Grenzen stehen in der Methodik des Gletscher-Monitors.
Was das Werkzeug nicht kann
- Es ist kein Gletscherbericht. Massenbilanzen und Jahresberichte geben GLAMOS in der Schweiz und der Österreichische Alpenverein heraus.
- Die Schneegrenze einer Szene ist keine Gleichgewichtslinie. Gegen die gemessene Gleichgewichtslinie lag der Median-Abstand bei 282 Metern; die vorab festgelegte Abnahme von höchstens 150 Metern ist verfehlt. Deshalb steht der Wert als Szenenwert mit Datum da.
- Der Schmelzindex ist keine Schmelzmenge. Seine Eichung auf Millimeter hat die Abnahme nicht bestanden, deshalb hat er keine Einheit. Er taugt für einen Vergleich, nicht für eine Menge.
- Es gibt keine Tourenfreigabe. Spalten, Steinschlag und Lawinen kennt es nicht. Lawinenlage und Bergführer bleiben maßgeblich.
Häufige Fragen
Wie viele Gletscher sind enthalten?
Rund 2 200 in Deutschland, Österreich und der Schweiz, aus den Inventaren AGI 5, GI4, dem Schweizer Inventar über GLIMS und RGI 6.2.
Sind die Zahlen amtlich?
Nur dort, wo das Zeichen „amtlich“ steht. Daneben stehen Messreihen, Satellitenwerte und Modellwerte, und jede Zahl trägt ihr eigenes Zeichen.
Was bedeutet der Schmelzindex?
Eine Zahl von 0 bis 100 aus Wettermodelldaten, die Gletscher untereinander einordnet. Sie ist keine Schmelzmenge in Millimetern, weil die Eichung darauf die Abnahme nicht bestanden hat.
Kann ich sehen, ob ein Gletscher begehbar ist?
Nein. Der Reiter Tour nennt Vorbehalte und Links zu den zuständigen Stellen und bewertet keine Route.