Das Arbeitsfenster beantwortet eine einzige Frage: Hält die Böe auf meiner Arbeitshöhe heute unter meinem Grenzwert? Eingegeben werden Arbeits- oder Flughöhe über Grund und ein Böengrenzwert in Kilometern pro Stunde, voreingestellt sind 120 Meter und 40 km/h. Daraus entsteht eine Zeitleiste über den Tag mit klarem GO oder NO-GO, den Fenstern, in denen der Grenzwert reißt, der höchsten Böe im Zeitraum und dem Höhenfaktor, der sagt, um wie viel stärker es oben weht als am Boden.
Gerechnet wird am exponiertesten Punkt der gezogenen Schnittlinie: Die Ansicht wählt den Anker mit dem höchsten Gelände und wertet ihn im 15-Minuten-Raster aus. Die Böe auf Arbeitshöhe entsteht aus der 10-Meter-Böe des Modells über ein Potenzprofil der Grenzschicht mit dem Exponenten 0,2, das bis 1 500 Meter über Grund zunimmt und darüber sättigt. Eigene Grenzwerte für weitere Gewerke lassen sich anlegen; sie bleiben im Browser, nicht auf einem Server.
Grenzen, die die Ansicht ausspricht: Das Windprofil ist eine Näherung aus dem Bodenwert, keine Messung in Arbeitshöhe, und es kennt weder Gebäude noch Kranausleger noch Düsen zwischen Hallen. Strukturen unter 200 Metern löst das Modellprofil nicht sicher auf. Die Zeitleiste ist eine Planungshilfe und kein zertifiziertes Arbeitsschutz-Werkzeug: Maßgeblich bleiben die Betriebsanleitung des Geräts, die Vorgaben des Herstellers und die amtlichen Warnungen der Wetterdienste.
Hintergrund: Erklärung im Wetterwissen.
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