Tourenplanung mit Wetter entlang der Route

Tourenplanung — buscosun

Die Tourenplanung zeigt das Wetter entlang einer hochgeladenen Route (GPX, TCX, FIT, KML/KMZ) zur voraussichtlichen Ankunftszeit an jedem Streckenabschnitt. So lässt sich erkennen, wo unterwegs Regen, Wind oder Kälte drohen — inklusive E-Bike-Akku-Abschätzung. Alle Werte sind höhenkorrigiert und stammen aus amtlichen Quellen.

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Auf einen Blick

So geht's

  1. Route hochladen. GPX, TCX, FIT, KML oder KMZ — das Format wird an den ersten Bytes erkannt, nicht an der Endung. Grenzen: 25 MB, 100.000 Trackpunkte, mindestens 100 m Länge, höchstens 5 km Lücke zwischen zwei Punkten, Gebiet DACH mit Puffer.
  2. Höhen prüfen lassen. Mitgelieferte Höhen werden gegen ein digitales Geländemodell (rund 30 m) geprüft und ersetzt, wenn sie das Gelände nicht beschreiben — falsche Höhen würden sonst über die Höhenkorrektur in Temperatur und Wind weiterwandern.
  3. Bewegungsart und Startzeit wählen. Wandern (4,5 km/h flach, 350 Hm/h aufwärts, 500 abwärts), Bergwandern, Jogging, Trail-Running, Rennrad, Gravel, MTB oder E-Bike Trekking — jeweils mit verstellbarem Tempo-Regler. Die Gehzeit folgt DIN 33466/SAC: Die größere von Horizontal- und Vertikalzeit zählt voll, die kleinere halb.
  4. Pausen ergänzen. Automatisch je Bewegungsart (Wandern etwa alle 120 Minuten 15 Minuten plus Mahlzeit, Rennrad alle 50 km 10 Minuten) oder als eigene Pause an einem Streckenpunkt; Wegpunktnamen wie „Hütte" oder „Mittag" werden erkannt.
  5. Ergebnis lesen. Die Ansicht öffnet mit dem Gelände: Die Strecke färbt sich nach Temperatur, Pfeile zeigen den Wind zur Fahrtrichtung, Blau steht für Regen, Rot für eine amtliche Warnung. Der Zeitplan nennt Änderungen statt Zustände — wann Regen einsetzt, wann das Windband wechselt, wann der Weg über die Schneefallgrenze steigt.

Woher die Werte kommen

Für das Wetter läuft dieselbe Punktvorhersage wie auf der Karte: amtliche Messstationen als Anker, MOSMIX, für AT und CH zusätzlich AROME, dazu das Landesradar im Radarhorizont. Abgefragt wird nicht jeder Meter, sondern Bündel — räumlich 6, 10 oder 14 km je nach Gelände und zusätzlich in Höhenbändern von 300 Metern. Ohne diese Bänderung lagen Talwerte im Test bis zu 4 °C zu kalt. Die App nennt den tatsächlichen Radius, statt eine Ortsauflösung vorzugeben, die sie nicht hat.

Der Wind wirkt auf das Tempo zurück: Auf dem Rad mit dem Faktor 1 + 0,04 · Windkomponente (begrenzt auf 0,5 bis 1,4), zu Fuß mit 1 + 0,012 · Komponente (0,7 bis 1,2). Weil der Wind zur Ankunftszeit gilt, die Ankunftszeit aber vom Wind abhängt, rechnet buscosun Zeitplan → Wind → Zeitplan iterativ. Für E-Bikes kommt eine Leistungsbilanz dazu: Steigungs-, Roll- und Luftwiderstandsleistung, davon übernimmt der Motor bis zum Deckel seiner Stufe (Eco 200, Tour 350, Sport 500, Turbo 750 W) und oberhalb von 25 km/h nichts mehr; Standardwerte sind 500 Wh Akku, 95 kg Gesamtmasse, 100 W Fahrerleistung und ein Wirkungsgrad von 0,85. Mehr dazu in der Methodik zum Zeitmodell und zur E-Bike-Reichweite.

Was das Werkzeug nicht kann

Es ist keine Navigation und kein Sicherheitsnachweis. Die Wetterpunkte gelten für ein Bündel von 6 bis 14 Kilometern, nicht für den Meter — für eine einzelne Rinne oder einen Waldweg ist das zu grob. Ein Wegtyp-Faktor ist vorbereitet, aber wirkungslos: Schotter und Asphalt zählen im Zeitmodell gleich. Amtliche Warnungen erscheinen nur für Deutschland, die Schneefallgrenze nur für Österreich und die Schweiz; beides steht so im Ergebnis, statt Lücken zu kaschieren.

Bewusst nicht enthalten sind eine Sichtweite (aus Bewölkung geschätzt wäre sie eine erfundene Zahl), Zellgeschwindigkeiten und Treffer-Wahrscheinlichkeiten für Gewitter. Die E-Bike-Rechnung ist stationär — ohne Akku-Temperatur, Alterung und Rekuperation — und damit eine Planungshilfe, keine Herstellerangabe. Und je weiter die Startzeit in der Zukunft liegt, desto unsicherer wird alles: Der Horizont beträgt 240 Stunden, jenseits davon warnt die App vor reduzierter Verlässlichkeit. buscosun gibt keine amtlichen Warnungen heraus; maßgeblich bleiben DWD, GeoSphere Austria und MeteoSchweiz.

Häufige Fragen

Welche Dateiformate unterstützt die Tourenplanung?

GPX, TCX, FIT sowie KML und KMZ — erkannt am Dateiinhalt, nicht an der Endung. Die Grenzen liegen bei 25 MB und 100.000 Trackpunkten; die Strecke muss mindestens 100 Meter lang sein und im DACH-Raum liegen.

Wie berechnet buscosun die Gehzeit?

Nach DIN 33466/SAC: Aus horizontaler Strecke und Höhenmetern entstehen zwei Teilzeiten, die größere zählt voll, die kleinere zur Hälfte. Beim Bergwandern kommt ein Aufschlag für Steilstufen dazu, beim Radfahren ein Steigungsmodell.

Berücksichtigt die Ankunftszeit den Wind?

Ja, und zwar iterativ: Der Wind zur voraussichtlichen Ankunftszeit verändert das Tempo, das wiederum die Ankunftszeit verschiebt. Auf dem Rad wirkt er deutlich stärker als zu Fuß, und beim E-Bike geht Gegenwind zusätzlich in den Akkuverbrauch ein.

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