Wie buscosun die Messwerte der Glättemeldeanlagen prüft
Das Autobahnwetter von buscosun zeigt die Messwerte der Glättemeldeanlagen aus dem Straßenwetter-System des Deutschen Wetterdienstes im 15-Minuten-Takt, aber nicht jeden gemeldeten Wert. Prüfregeln verwerfen physikalisch unmögliche Werte, hängende Fühler, Gerätefüllwerte und Fühler, die weder zur eigenen Luft noch zu den Nachbaranlagen passen. Ein verworfener Wert erscheint als Lücke mit Grund. Die Seite ist kein amtliches Warnprodukt und keine Verkehrsmeldung.
Warum Messwerte geprüft werden
Eine Glättemeldeanlage ist ein Gerät im Freien, und Geräte fallen aus. Beim ersten Durchgang durch die Rohdaten stammten alle „Frostgefahr“-Zustände eines Tages von defekten Fühlern oder Füllwerten, etwa −25 °C Fahrbahn bei +15 °C Luft. Ohne Prüfung hätte die Seite daraus eine Gefahr gemacht. Deshalb gilt die Regel: lieber eine Lücke als ein falscher Wert.
Die Regeln
- Grenzen und Platzhalter: Werte außerhalb physikalischer Grenzen und Temperaturen unter −60 °C fallen weg, ebenso vom DWD als zweifelhaft markierte Werte.
- Hängende Fühler: 24 gleiche Werte in Folge, also 6 Stunden, gelten als Defekt; ein schmelzender Belag nahe 0 °C bekommt länger Zeit, aber nicht unbegrenzt.
- Gerätefüllwerte: Fahrbahn genau 0,00 oder −1,00 °C bei mindestens 5 K wärmerer Luft, oder dieselbe Zahl auf mehreren Kanälen.
- Fahrbahn gegen Luft: Mehr als 12 K unter oder 30 K über der eigenen Luft ist nicht glaubhaft; die Nachbaranlagen entscheiden, welcher Fühler kaputt ist. Schon ab 8 K darunter oder 15 K darüber fällt die Fahrbahn weg, wenn die Nachbarn der Luft recht geben (Abstand höchstens 4 K) und die Fahrbahn mehr als 6 K von ihnen abweicht. Eine Anlage ohne Nachbarn behält ihren Wert, damit eine echte einzelne Frostlage nicht verschwindet.
- Niederschlag ohne Niederschlag: Die Raten 20,16 und 21,6 mm/h sind Kanalkonstanten und zählen nur auf nasser Fahrbahn, und jede Rate ab 5 mm/h fällt weg, wenn alle Fühler trocken ohne Wasserfilm melden.
- Zustand ohne Temperatur: Zustand und Wasserfilm eines Fühlers gelten nur zusammen mit dessen gültiger Fahrbahntemperatur, und Eis-Codes nur bis +3 °C.
Die Schwellen sind gesetzte Startwerte. Sie wurden am Archiv nachgerechnet, bevor sie scharf wurden; die jüngste Regel traf von Oktober 2026 rund 0,26 % der Wertepaare, vor allem an Anlagen, die dauerhaft unplausibel melden. Für eine Wiederholung im Sommer und im Winter fehlen noch Daten.
Vorhersage und Gefahren-Leiste
Die Stunden voraus sind Wetter entlang der Strecke aus buscosun Fusion, stündlich bis 48 Stunden. Das sind Luft, Taupunkt, Niederschlag, Wind und Bewölkung, keine Fahrbahnmessung. Die Gefahren-Leiste bewertet Abschnitte mit benannten Schwellen und zeigt für jede Stufe, woher sie kommt. Stufen aus der Prognose sind gedeckelt und tragen einen Hinweis, weil die Abnahme gegen spätere Messungen aussteht. Eine eigene Schätzung der Fahrbahntemperatur bis +6 Stunden hat ihr Gate bei +1 Stunde verfehlt; sie läuft als Hinweis und nicht als Messung.
Grenzen
- Eine Anlage misst an einem Punkt. Brücken, Senken und Waldstücke dazwischen können anders sein.
- Der DWD liefert nicht alle Bundesländer; aus Baden-Württemberg kommen keine Reihen.
- Österreich und die Schweiz sind nicht enthalten.
- Die Prüfregeln fangen nicht jeden Defekt, vor allem nicht, wenn ein Fühler knapp plausibel falsch misst.
- Keine Staus, Sperrungen oder Baustellen; dafür ist die Autobahn GmbH zuständig. Amtliche Warnungen kommen vom Deutschen Wetterdienst.
Häufige Fragen
Warum zeigt eine Anlage manchmal keinen Wert?
Weil der Wert eine Regel nicht bestanden hat oder der Fühler nichts geliefert hat. Die Seite nennt den Grund, statt eine falsche Zahl zu zeigen.
Sind das amtliche Warnungen?
Nein. Amtliche Warnungen gibt der Deutsche Wetterdienst heraus und buscosun zitiert sie wörtlich. Alles andere ist Messung oder eigene Einordnung.
Sagt die Seite die Fahrbahntemperatur vorher?
Nur als Hinweis bis +6 Stunden und nicht als Messung. Das Gate dieser Schätzung war bei +1 Stunde rot.