Gletscher in Deutschland: Wie viele gibt es noch?
Deutschland hat noch vier Gletscher: den Höllentalferner und den Nördlichen Schneeferner an der Zugspitze sowie das Blaueis und den Watzmanngletscher in den Berchtesgadener Alpen. Zusammen maßen sie nach der Bayerischen Akademie der Wissenschaften im Herbst 2025 26,2 Hektar, 2023 waren es 36,0 Hektar. Der Südliche Schneeferner gilt seit 2022 nicht mehr als Gletscher.
Daten: Gletscher-Build 20261012-1, Stand der Seite 02.11.2026. Inventare haben je Land andere Bezugsjahre; Flächen verschiedener Jahre werden nicht addiert, ohne das zu sagen.
Die vier deutschen Gletscher
| Gletscher | Lage | 2003 | 2023 | 2025 | Höhe |
|---|---|---|---|---|---|
| Blaueis | am Hochkalter in den Berchtesgadener Alpen | 7,5 ha | 2,7 ha | 1,5 ha | 1.974–2.446 m |
| Höllentalferner | an der Zugspitze | 22,3 ha | 14,1 ha | 12,8 ha | 2.253–2.678 m |
| Nördlicher Schneeferner | an der Zugspitze | 35,1 ha | 13,0 ha | 9,4 ha | 2.492–2.835 m |
| Watzmanngletscher | am Watzmann in den Berchtesgadener Alpen | 5,8 ha | 4,7 ha | 2,5 ha | 1.997–2.151 m |
Flächen 2003 aus RGI 6.2, 2023 und 2025 aus der Pressemitteilung der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und der Hochschule München vom 19.03.2026. Höhen aus RGI 6.2 (2003).
Der Südliche Schneeferner
Bis 2022 zählte auch der Südliche Schneeferner an der Zugspitze zu den deutschen Gletschern. Die Bayerische Akademie der Wissenschaften hat ihn aus dem Beobachtungsnetz genommen:
„Aufgrund der geringen Eisdicke kann auch keine Eisbewegung mehr erwartet werden, so dass der Südliche Schneeferner nicht länger als eigenständiger Gletscher betrachtet wird.“
Bayerische Akademie der Wissenschaften, Pressemitteilung Nr. 09/2022, 26.09.2022 — Quelle · Zeitraum Herbst 2022
Amtliche Angaben
„Insgesamt verloren die bayerischen Gletscher zwischen 2023 und 2025 mehr als ein Viertel ihrer Fläche.“
Bayerische Akademie der Wissenschaften (BAdW) und Hochschule München, Pressemitteilung vom 19.03.2026 — Quelle · Zeitraum Herbst 2025